Camelia Japonica


Über das Entstehen des Namens Camellia gibt es verschiedene Berichte. Ich habe gelesen, dass die Camellia ihren Namen Josephus Camellus verdankt, einem Engländer, der Ende des 17. Jahrhunderts lebte und Missionar auf den Philippinen war. Durch sein Interesse an Heilmitteln und anderen Pflanzen hat er viele Pflanzen kartiert. Er schickte Zeichnungen und getrocknete Pflanzen in den Westen, um seine Informationen weiter zu geben.

Woanders habe ich gelesen, dass Linnaeus den Strauch benannte nach dem Bohämischen Jesuiten Georg Joseph Kamel, geboren 1661, der seinen Namen latinisierte in Georgius Josephus Camellus. Er soll die Pflanze aus Japan ausgeführt haben. Dies ist insoweit eine wahrscheinlichere Version, da es in den Niederlanden und Deutschland häufiger vorkam, dass Menschen ihren Namen latinisierten als in England.

Außerdem habe ich gelesen, dass ein englischer Arzt von der Ostindischen Kompanie, John Cuninghame im Jahr 1698 Pflanzen nach Hause schickte. Dies macht es wahrscheinlich, dass die Geschichte des englischen Josephus Camellus auf einem Irrtum
beruht.

Trotz ihres tropischen Aussehens sind die meisten Camelliasorten ausreichend winterhart, um im Garten stehen zu können.

Dennoch neigt man dazu, etwas vorsichtig zu sein und sie mit einem geschützten Platz zu verwöhnen. Das ist an sich nicht verkehrt, aber nicht jeder geschützte Platz ist geeignet.

Camellia verträgt zum Beispiel keinen Platz an einer Mauer zum Süden, auch wenn dies auf den ersten Blick ideal zu sein scheint. Denn die Knospen müssen kühl bleiben, um sich zu öffnen. Die Camellia benötigt darum Halbschatten und keinen Platz in der Sonne an einer Mauer, wo die Wärme dann auch noch von zwei Seiten kommt.

Ein Platz im rauen, kalten, trockenen Nord- oder Ostwind ist natürlich auch nicht zu empfehlen.

Ein guter Grund, die Camellia nicht zum Osten zu pflanzen, ist, dass die Morgensonne bei Frostwetter besser gemieden werden sollte, da sonst die Blätter austrocknen und braun werden. Die Probleme entstehen dadurch, dass die Morgensonne die Blätter erwärmt und damit die Verdunstung in Gang setzt. Aber der Boden ist morgens noch hartgefroren und Wurzeln können dann noch keine Feuchtigkeit aufnehmen.

Die Camellia ist ursprünglich ein Waldstrauch und wächst darum vorzugsweise auf leicht saurem Boden an einem Platz im Halbschatten, in einem Boden, der viel Humus enthält.

Die Camellia kann bis ungefähr 3 Meter hoch werden ca. 1,5 Meter breit.

Feuchtigkeit ist essentiell für ein gutes Wachstum der Camellia. Aber Leitungswasser ist meistens weniger gut geeignet. Regenwasser ist weicher als Leitungswasser und dadurch viel besser.

Die Camellia liebt Eisenlösungen, graben Sie also einige rostige Nägel mit ein, wenn Sie eine Camellia pflanzen. Eisensulfat und/oder alter Stallmist schätzt die Camellia auch. Wenn die Pflanze gelbe Blätter bekommt, deutet dies auf Eisenmangel, wenn die Pflanze braune Blätter bekommt, deutet es auf zu viel Dünger.

Mitte des Sommers freut sich der Strauch über einen kaliumreichen Dünger. Nach der Düngung den Boden jedoch sprengen. Im Allgemeinen dürfen die Pflanzen nur wenig gedüngt werden. Zuviel Dünger lässt die Pflanzen vor allem Blätter und nur wenig Blüten produzieren.

In einem milden Winter wird die Camellia schon im Februar blühen. Die Blütenknospen werden schon vor dem Winter gebildet.

Es ist besser, wenn die Camellia dann draußen steht, denn die Knospen müssen kühl bleiben,
um sich öffnen zu können. Dies ist im Haus oder in einem Gewächshaus oft nicht möglich.

Die Camellia wird gleich nach der Blüte im Frühjahr geschnitten, d.h. in die gewünschte Form gebracht, wenn dies nötig ist. Entfernen Sie Triebe nur, wenn es nötig ist, um den Strauch zu verjüngen und entfernen Sie holzige Triebe, die manchmal im Herzen des Strauches wachsen. Camellias brauchen kaum geschnitten zu werden, aber Sie können durch das Schneiden die Blüte stimulieren und der Pflanze die gewünschte Form geben. Es muss immer nach dem zweiten neuen Blatt an einem Trieb geschnitten werden.

Die Camellia wurzelt an der Oberfläche. Jäten Sie also immer großzügig darum herum, sonst
könnten Sie die Wurzeln beschädigen.

Nach der Blüte wird die Pflanze wieder austreiben und Knospen für die nächste Blühsaison ansetzen. In dieser Periode müssen alle Sorten im Schatten stehen, außer die ‘Sasanqua’. Die muss in der Sonne stehen, sonst bildet diese Sorte wenig Knospen.

Die Pflanze wird sich im Winter in einem warmen trockenen Zimmer schlecht machen und muss
als Kübelpflanze darum in einem hellen Raum bei 0-5º C überwintern. Da die Pflanze schon früh im Frühjahr blüht, kann man, um die Blüte zu genießen, die Pflanze bis leichten Frost nach draußen stellen und bei eventuellem mäßigen Frost wieder nach drinnen in einen nicht geheizten hellen Raum stellen.

Wenn die Pflanze spontan die Knospen verliert, ist die Ursache meistens ein zu trockener und warmer Raum, oder der Ballen ist ausgetrocknet. Das Umstellen der Pflanzen verursacht kein Abfallen der Knospen, sogar nicht, wenn die blühenden Pflanzen nach draußen gestellt werden und bei Frost wieder in einen kühlen Raum gestellt werden. So kann man im Frühjahr diese schönen Pflanzen am besten genießen.Vergessen Sie nicht, die Pflanzen, die in einem Topf stehen, bei Frost ins Haus zu holen, da bei einer Kübelpflanze -7°C schon großen Schaden anrichten kann.


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